Zeit und Messel Welten

Die Idee zu einem Besucherzentrum mit Außenanlagen – kein Museum
Vor nunmehr 140 Jahren wurden in der Grube Messel die ersten fossilen Relikte von Krokodilen gefunden. Seitdem hat dieser Ort einen dramatischen Wertewandel durchlaufen: Einst begehrt als Rohstofflagerstätte, deren Ölschiefer zu Rohölprodukten verschwelt wurde, später die geplante Nutzung als Mülldeponie, die dank des Bürgerwiderstands scheiterte und schließlich die Ernennung zum ersten deutschen UNESCO Weltnaturerbe.

Heute wird die Grube Messel von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung als Wissenschaftsbergbau betrieben. Für die Aufgaben des Landes Hessen und die öffentliche Präsentation des Welterbes ist die Welterbe Grube Messel gGmbH treuhänderisch verantwortlich. Ihr ist auch der Betrieb des Besucherzentrums vom Land Hessen seit August 2010 übertragen.

Bereits Ende der 60er Jahre würdigten engagierte Bürger aus Messel die wissenschaftliche Bedeutung der Grube Messel und der hier gemachten Funde mit dem Aufbau des Fossilien- und Heimatmuseums der Gemeinde Messel. Auch die vorhandenen Museen in Darmstadt, Hessisches Landesmuseum und in Frankfurt/Main, Senckenberg Museum widmeten sich frühzeitig den Messel - Themen.

Als im Jahre 2003 die Frage aufkam, wie sich das UNESCO Welterbe zu präsentieren habe und wie man den zahlreichen Besuchern der Grube gerecht werden könne, war allen klar, dass kein Museum an diesen besonderen Ort passt. Als Eigentümerin der Grube Messel ergriff das Land Hessen die Initiative. Gemeinsam mit allen Akteuren wurde die Entwicklung eines neuen nachhaltigen Konzeptes vorangetrieben. Ein Kernthema dieser Zeit war die Vermittlung natur- und geowissenschaftlicher Themen im Rahmen von Umweltbildungsaktivitäten. Zeitgleich belegte das im Jahr 2000 gegründete Netzwerk Europäischer Geoparks bereits, dass geologisches Naturerbe eine Basis für nachhaltige Entwicklung in Verbindung mit sozio-ökonomischen und kulturellen Aspekten und Geotourismus ist.

Im Fokus der Planung stand die Frage: Was ist typisch für die Grube Messel, was macht sie so einzigartig? Sind es vordergründig die einmalig gut erhaltenen Fossilien, so wird auf den zweiten Blick klar: Die Grube Messel steht für eine unglaubliche Zeitdimension!
Sie ist ein Zeitarchiv. Geowissenschaftler datieren die Ölschieferfüllung der Grube auf etwa 1 Million Jahre, entstanden vor rund 48 Millionen Jahren! Ein bedeutendes Dokument der stammesgeschichtlichen Entwicklung heutigen Lebens, des Wandels von Landschaft, Umwelt und Klima. Mehr noch: der Ölschiefer ruht in einem Maarvulkan, dessen Ausbruch in den Gesteinen aus einer Bohrung bis 433 m Tiefe belegt ist. Diese Themenvielfalt ist das zweite Charakteristikum! Die „Zeit und Messel Welten" sind definiert.

Was sollte das neue Besucherzentrum nun leisten?
Die Fakten sind klar definiert: Welterbe der Menschheit, Stätte aktueller Forschung, touristischer Leuchtturm der Region und Destination Odenwald, Nordtor des Geo-Naturparks Bergstraße - Odenwald im Netzwerk der Europäischen und Globalen Geoparks. Was wäre naheliegender, als diesen Ort zu einer Begegnungs- und Austauschstätte von Wissenschaft und Öffentlichkeit zu machen? Zeigen, dass Wissenschaft und Forschung uns zukunftsfähig machen. Mitnehmen zu faszinierenden Prozessen der Erde. Teilhaben lassen an der Schönheit, an der Freude und an der Verantwortung für diese wunderbare Welt.

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